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URAUFFÜHRUNG – Brahms / arr. Lazić: Klavierkonzert „Nr. 4“ (nach dem Doppelkonzert)

Diesen September präsentiert Dejan in den USA erstmals sein neuestes Herzensprojekt: J. Brahms / arr. D. Lazić: Klavierkonzert „Nr. 4“ in a-Moll (nach dem Doppelkonzert für Violine, Cello und Orchester, op. 102) – gemeinsam mit dem Fort Worth Symphony Orchestra unter der Leitung von Musikdirektor Robert Spano.

Nach dem enormen weltweiten Erfolg seiner früheren Bearbeitung des Brahms-Violinkonzerts für Klavier und Orchester (die Dejan ebenfalls gemeinsam mit dem Atlanta Symphony Orchestra und Robert Spano eingespielt hat) kehrt er nun mit diesem nächsten Meilenstein zurück!

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✍️ Das Fort Worth Symphony Orchestra schreibt: „Ein historischer Moment der klassischen Musik steht vom 25. bis 27. September in Fort Worth (Texas, USA) bevor! Zum allerersten Mal bringt der Pianist und Komponist Dejan Lazić seine brandneue Bearbeitung von Brahms’ Doppelkonzert auf die Bühne – dabei werden die Solopartien für Violine und Cello zu einem monumentalen Werk für Klavier und Orchester zusammengeführt. Dejan wird das Stück gemeinsam mit dem FWSO und Robert Spano in drei Konzerten am 25., 26. und 27. September 2026 in der Bass Performance Hall aufführen.

ℹ️ Am 15., 16. und 17. April 2027 werden Dejan Lazić und Robert Spano zudem gemeinsam mit dem Atlanta Symphony Orchestra auftreten, um dieses Konzert in drei weiteren Aufführungen im Woodruff Arts Center in Atlanta (Georgia, USA) zu präsentieren.

🎻 🎻 👉 🎹 In seinem Essay über diese neue Bearbeitung schreibt Dejan: „Mich fasziniert schon lange die Idee, das Doppelkonzert von Brahms in eine idiomatische Fassung für Klavier und Orchester zu übertragen, insbesondere nach meiner Bearbeitung des Brahms-Violinkonzerts im Jahr 2009. Meine Inspiration entspringt einem historischen Präzedenzfall: den Klavierfassungen der Violinkonzerte von Bach und Beethoven, die von den Komponisten selbst angefertigt wurden. Mit einem gewissen Stolz präsentiere ich das dritte „große B“ in diesem Arrangement gewissermaßen gedacht als Brahms’ 4. Klavierkonzert.

Rückblickend ist gut dokumentiert, dass Brahms zahlreiche Bearbeitungen und Transkriptionen sowohl eigener als auch fremder Werke anfertigte eine Praxis, die von zeitgenössischen Komponisten, die wiederum seine Musik arrangierten, gespiegelt wurde. Ich bin überzeugt, dass diese Bemühungen mehr als gerechtfertigt waren; daher vertraue ich darauf, dass Brahms selbst dieses Projekt befürworten würde. Dieses Unterfangen wirft natürlich die rhetorische Frage auf, was eine Transkription, was ein Arrangement oder was eine völlig neukonzipierte Fassung in neuem Gewand ausmacht. Ich glaube, dass der Schlüssel zur Lösung dieses Rätsels im folgenden Ansatz liegt: Ich habe versucht, die ursprünglichen Violin- und Cellostimmen von Grund auf neu zu konstruieren und die Solostimmen im authentischen Brahms-Stil neu zu komponieren. Während des gesamten Prozesses war es mein Leitgedanke, mir genau vorzustellen, wie Brahms selbst an die Tastatur herangetreten wäre. Entscheidend ist, dass die Orchesterpartitur dabei völlig unverändert bleibt.

Darüber hinaus bietet diese neu gedachte Fassung eine zutiefst kohärente Realisation. Auf struktureller Ebene integriert das Arrangement ganz natürlich brahmsische Kompositionsmerkmale der Originalversion wie kleine und große Triolen, lang anhaltende Doppeltriller sowie die komplexe Gegenüberstellung von Hemiolen, synkopierten Rhythmen und verschobenen Auftakten. Diese Elemente spiegeln die pianistische Textur seines Klavierkonzerts Nr. 1 in d-Moll, op. 15, wider. Sogar die Wahl von D-Dur für den zweiten Satz entspricht der tonalen Architektur des Ersten Klavierkonzerts, ungeachtet der unterschiedlichen Grundtonarten ihrer Außensätze. Letztlich konzentriert sich diese Realisation nicht nur darauf, die Violin- und Cellolinien den beiden Händen des Pianisten zuzuweisen; sie priorisiert vielmehr das reiche Zusammenspiel verschiedener klanglicher Register, Farben und Stimmungen. Das Kernziel bestand darin, das Werk strikt als ein eigenständiges, idiosynkratisches Klavierkonzert neu zu denken.

Dieses Arrangement, das ausschließlich aus tiefem Respekt und Bewunderung für den Komponisten und die Originalversion entstanden ist, zielt darauf ab, die einzigartige Musiksprache von Brahms in einen neuen Rahmen zu übersetzen, ohne ihren ursprünglichen künstlerischen Wert zu schmälern. Auf diese Weise bietet es Pianisten die gleiche Möglichkeit, dieses großartige Meisterwerk aufzuführen und zu genießen, wie es Geiger und Cellisten nun schon seit über 139 Jahren tun.” – Dejan Lazić, 2026

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